Mittellanges Gespräch über den Antichrist

(Dieses Gespräch zwischen Lea und mir fand am 7. Juli 2026 im Rahmen von Leas Podcast statt. Zwecks besserer Lesbarkeit und Verständlichkeit wurde der Text editiert und an manchen Stellen ergänzt.)

Lea: Hallo ihr Lieben und ganz herzlich willkommen. Ich habe heute mal wieder Matthias eingeladen, für unseren Plausch im Garten. Das letzte Mal, als wir hier draußen waren, war es noch ein bisschen kalt, es war vor dem großen Sommerausbruch und bevor die Rosen angefangen haben zu blühen. Ich dachte damals noch, das nächste Mal, wenn wir hier sitzen, dann blühen bestimmt die Rosen – aber die sind dann in der einen heißen Woche alle gleich komplett weggeblüht, und jetzt sitzen wir hier vor diesem grünen Dschungel.

Wir wollen heute über eine wichtige Sache sprechen, die uns alle betrifft. Ich habe das Gefühl, im Moment ist bei vielen eine Ratlosigkeit da: Wie kann ich mich orientieren? Wie kann ich in dieser Zeit überhaupt meinen Weg finden? Und Matthias hat euch wieder etwas mitgebracht, wo wir aus einem bestimmten Blickwinkel auf alles schauen und dadurch vielleicht ein bisschen besser verstehen können, wo wir gerade stehen. Das kann uns helfen, uns innerlich gut auszurichten, damit wir kraftvoll nach vorne gehen können und nicht ängstlich in der Ecke sitzen müssen.

Also, hallo Matthias.

Matthias: Hallo.

L: Du wolltest heute ein bisschen weiter ausholen. Habe ich das richtig verstanden?

M: Ja. Ich habe neulich darüber nachgedacht, dass in unser eigenen, persönlichen Geschichte einiges enthalten ist, was wir heute als selbstverständlich annehmen, was aber für andere, die das noch nicht kennen, vielleicht ganz interessant sein könnte. Wir – und viele andere – gingen ja schon seit längerem davon aus, dass wir dabei sind, uns innerlich auf eine Art Zeitenwende vorzubereiten, in der ein Paradigmenwechsel stattfindet, von einem überkommenen, engen Bewusstsein hin zu einem neuen, mehr offenen, klaren Bewusstsein. Das war ja auch im Grunde immer schon Bestandteil unserer Arbeit, seit wir vor etwa 20 Jahren angefangen haben, Seminare zu geben.

L: Genau. Lass uns ein bisschen darüber plaudern.

M: Wir haben ja eigentlich genau aus diesem hoffnungsvollen Impuls heraus Anfang der 2000er angefangen, unsere Arbeit zu machen. So jetzt nach dem Motto, ja, es entsteht ein neues Bewusstsein, die Menschen entwickeln sich weiter. Ein Erwachen findet statt, auf der Erde. Das war alles auch ein bisschen aus der „New-Age-Ecke“ heraus.

L: Ja, jetzt geht’s los, Aufbruchstimmung … ein bisschen wie ein Frühlingsbeginn, wo man spürt, dass die Kräfte anfangen zu sprudeln … Und das Gefühl war zuvor auch, dass vieles hier auf der Erde wie eingeschlafen ist, auch in den Menschen selbst, und dass jetzt aber eine Art Erwachen geschieht, wo man bewusster wird, wo man auch mehr im Körper ankommt, wo man auch wieder mehr schöne Dinge einbringt und gestaltet und sich nicht mehr einfach nur treiben lässt, im Mainstream, wie auf Schienen, sondern wo man auch wieder schöpferisch wird.

M: Genau. Es war eingeschlafen, und auch eingeschlossen in gewissen Sinne – zum einen durch gesellschaftliche Strukturen, die vieles vorgegeben haben, zum anderen aber auch durch Einschränkungen in der eigenen Persönlichkeit, aufgrund derer man oft nur den vorgegebenen Bahnen gefolgt ist, statt den inneren Aufforderungen, die uns einladen, kreativ zu sein und uns auszudrücken.

L: Und wir waren ja beide auch mehr auf dem spirituellen Weg, wie du sagst, ein bisschen „New-Age-angehaucht“, und gewissermaßen auf der Suche. Und da ging es uns auch erstmal darum, überhaupt wieder zu fragen: Was ist der Sinn unseres Daseins? Warum bin ich überhaupt hier auf der Erde? Was ist meine Aufgabe? Wie kann das in mir erblühen, was meine eigentliche Aufgabe ist, mein wahres Sein?

M: Genau. Allerdings haben wir das alles damals noch aus einer viel kleineren Perspektive heraus gesehen, würde ich heute sagen. Vieles hatten wir damals überhaupt noch nicht auf dem Schirm.

L: Beschreib doch mal: Wie haben wir es am Anfang gesehen?

M: Nun, ein bisschen naiv vielleicht. Wir haben überhaupt nicht wahrgenommen, dass es durchaus auch Dynamiken und Kräfte gibt, die gar nicht so positiv gestimmt sind, um es mal vorsichtig auszudrücken. Die aktiv daran arbeiten, ihre eigenen Machtpositionen aufrechtzuerhalten, und die sogar versuchen, diese ganze Entwicklung aufzuhalten und zu unterwandern. Und die sich vielleicht auch auf eine ganz andere Weise zeigen, als zunächst erwartet.

Mir ist das neulich mal wieder aufgefallen, unsere damalige Einstellung, als ich vor ein paar Tagen zufällig eine Aufzeichnung eines alten Seminars von uns gefunden habe, auf einem alten Speicherstick. Da ging es sogar auch um die „neue Erde“, wenn ich mich recht erinnere.

L: Von wann war das? Sag mal, damit man eine Vorstellung hat?

M: Das war von 2016 – da möchte ich gleich noch darüber sprechen, über speziell jenes Jahr.

L: Ich weiß nur noch, dass ich damals so ein gewisses Bild hatte: Es wird jetzt alles immer besser, es wird immer schöner, und dann wird die ganze Welt verwandelt, und alle Menschen kommen irgendwann mit.

M: Ja, und alleine schon die Idee, dass vielleicht einige doch nicht „mitgehen“ werden – das war damals für viele schon fast zu hart, sich das überhaupt vorzustellen. Was? Wieso gehen welche nicht mit? Was passiert mit denen? Wo gehen die dann hin? – und so weiter. Inzwischen ist es allerdings so, dass ich das alles viel realistischer sehe. Aber dazu später mehr. Jetzt wollte ich erstmal kurz diesen Vorgang schildern, wie es sich ergeben hat, dass wir das alles jetzt etwas differenzierter sehen. Und zwar war das nach 2012, als …

L: Vielleicht können wir sogar noch ein wenig früher ansetzen und sagen, dass wir schon vorher das Gefühl, wir müssen erstmal aus der Stadt raus. Wir hatten auch so eine gewisse Ahnung, dass irgendetwas in Vorbereitung war, irgendwas gerät ins Wackeln, es wird viel passieren. Und wir haben innerlich diesen Ort hier auf dem Land gezeigt bekommen, lange vorher schon. Wir sind dann glaube ich Ende 2011 hierhergezogen. Wir hatten zu der Zeit kein bestimmtes Datum im Kopf, überhaupt nicht, aber diese ganze Sache mit „2012“ hing irgendwie in der Luft, als wir hier ankamen.

M: Ja, und dass das dann quasi der Punkt sein sollte, an dem die alte Dynamik ins Neue umschlägt. Das war ja unter anderem auch die Sache mit diesem Mayakalender – das Ende eines Zyklus‘ und der Beginn eines neuen. Und ich würde ich auch nach wie vor sagen, auf einer „inneren“ Ebene war das auf jeden Fall eine Art sehr spezifischer Wendepunkt. Aber so wie man es sich vielleicht vorgestellt hat, ist es dann natürlich nicht gewesen, dass sich alles auch im Außen mit einem Schlag verändert, wie auf magische Weise. Es ist vielmehr ein innerer Punkt, und dann dauert es, bis sich das durch alles durcharbeitet.

Na ja, und dann kam irgendwann das Jahr 2016, und das habe wirklich als ein ganz entscheidendes Wendejahr in Erinnerung, auch im Außen. Das hat damit angefangen, dass wir im April im Urlaub waren, im Schwarzwald. Und da hast du ja plötzlich was wahrgenommen … Erzähl doch mal.

L: Ja, ich habe mich damals schon seit längeren immer jeden Tag mit der Erde verbunden, mich auf die Erde eingestimmt, wahrgenommen, wie sie mich trägt … Das hat mir geholfen, immer wieder mein inneres Gleichgewicht zu finden, mich innerlich zu orientieren. Gerade wenn man irgendwohin in Urlaub fährt, finde ich das auch ganz zentrierend, erstmal wieder die Füße auf dem Boden zu bekommen, sozusagen. Und wenn man das jeden Tag macht, bekommt man ja mit der Zeit auch ein gewisses Gefühl: Wie fühlt sich die Erde an, wie hält sie einen, wie ist die Basis.

Und ich kann mich noch sehr gut erinnern: Ich habe mich dann also eingestimmt, während wir da im Urlaub waren, in unserer Ferienwohnung im Schwarzwald. Und dann spüre ich auf einmal ganz was Seltsames. Vom Gefühl her war es so, wie wenn die Erde so eine Art Container oder Behälter wäre, und auf einmal gehen überall die Türen auf und alles fließt raus. So wie Kornspeicher, die sich leeren, oder einfach irgendwelche Speicher. Und ich hatte kurz das Gefühl, ach du lieber Himmel, die Erde rutscht weg. Die Erde, wie wir sie kannten, wie sie vorher war, die rutscht uns total weg.

Und das war für mich auch für ein paar Tage richtig beängstigend. Ich habe das dann immer weiter beobachtet, und mit der Zeit habe ich wahrgenommen, dass die Erde nun spürt, dass all dieses „Alte“ – diese ganze alte Realität, über die sie mit uns Menschen in Beziehung war – dass all das jetzt vorbei ist und dass sie das jetzt loslässt, diese alte Bindung an die alte Realität. Die Leinen werden losgemacht, die Speicher leeren sich, wie Erinnerungsspeicher, Gedächtnisspeicher. Ich hatte dann auch das Gefühl, die Weltkriege, die ganzen Kämpfe der Menschen, die ganze Menschheitsgeschichte, alles was ich hier abgespielt hat – all das fängt an, ins Rutschen zu kommen. Es rutscht einfach unter uns weg.

Vorher gab es noch mehr so etwas wie einen festen Boden, und auf den konntest du dich stellen und in diesem Rahmen konntest du agieren – dich darauf stützen sozusagen, oder damit in Beziehung sein. So wie, das hier ist die Welt, das ist die Realität, das ist die Erde, und hier bin ich und das ist mein Platz darin. Man hat sich selbst darüber definiert, über diese alte Story oder Dynamik.

M: Ja. Das war unsere ganze Welt, unser Orientierungsfeld, in dem wir gelebt haben.

L: M-hm. Genau.

M: Das war also das erste Ereignis. Da haben wir schon gemerkt, dass gerade irgendwas passiert. Irgendwas geht vor sich.

L: Ja, genau. [Gelächter] Stimmt.

M: Und zweite war dann im Juni, und da waren wir gerade bei unserem Seminar über die „neue Erde“, soweit ich mich erinnere.

L: Aha.

M: Und da gab es an genau diesem verlängerten Wochenende, am Donnerstag war das, diese Brexit-Abstimmung. Das habe ich vorher so am Rande mitbekommen, ah, da stimmen die jetzt also ab. Und ich dachte, naja, das wird sowieso nichts, das sind irgendwelche alten, dunklen Sachen, irgendwelche alten Dynamiken. Das hat gar keinen Einfluss mehr auf uns, auf das „Schöne, Neue“, was sich gerade entwickelt.

L: Das war wie so ein „Störenfried.“ So hat man das gesehen.

M: Vorher, ja.

L: So nach dem Motto, wir sind auf dem Weg ins Neue, alles wird super, alles ist wunderbar – und da hinten sind irgendwelche Leute, die meckern. Warum meckern die?

M: Ja, die machen rum, sind komisch …

L: Sind nicht zufrieden … [Gelächter] Europa! Ist doch klasse. Ist doch super. Warum wollen die das nicht?

M: Ja genau. Europa, die gesamte Welt … alles alles wird eins, alles kommt zusammen … das ist das Neue … Und deshalb habe ich auch gedacht, naja, das wird nix. Aber am nächsten Morgen, als ich dann im Internet die Nachrichten gelesen habe, in der ersten Pause während unserem Seminartag, da habe ich dann gesehen, dass sie tatsächlich dafür abgestimmt haben, also dafür, dass Großbritannien aus der EU austritt.

Und das konnte ich dann erstmal überhaupt nicht einordnen. Das war ein bisschen wie eine kognitive Dissonanz, weil das so ganz gegen alles war, wie ich gedacht habe, dass jetzt alles weitergeht. Und ich dachte dann: Was war denn das, wie passt das jetzt ins Bild? Und ich habe erstmal keinen Sinn darin gefunden.

L: M-hm.

M: Und der dritte wichtige Punkt im Jahr 2016 war dann tatsächlich die Wahl von Trump im November. Und da war es dann schon so, dass mir bewusst war, irgendetwas geht in der Welt gerade vor sich, was ich noch nicht auf dem Schirm hatte. Da sind überall Leute, die instinktiv auf etwas reagieren, das sie als Bedrohung wahrnehmen. Und die stimmen dann für den Brexit oder für Trump. All das, was ich vorher als gut angesehen habe, diese „eine Welt“, diese globale Community und so weiter – genau das das empfinden die als Bedrohung.

Und ich habe dann überlegt, warum das wohl so ist, denn für mich waren das alles bisher immer gute Sachen – auch Dinge wie Toleranz, Umweltschutz, die Grünen … das alles gehört doch zur neuen Zeit, oder etwa nicht? Warum empfinden die das als Bedrohung?

Und was dann letztendlich den Ausschlag gegeben hat, das Element, das mir geholfen hat, das alles besser zu verstehen, war, dass ich um genau diese Zeit herum zu einem ganz bestimmten Buch geführt wurde. Und zwar ist das ein relativ dünnes Büchlein, schon über 100 Jahre alt, von einem russischen Theologen und Philosophen namens Wladimir Solowjew. Es heißt „Kurze Erzählung vom Antichrist“. Es ist eine fiktive Erzählung, eine Art Fabel, könnte man sagen.

L: Ich fand das nur so lustig, denn in der Zeit war es so, dass immer wenn ich dich im Wohnzimmer habe lesen sehen und dich gefragt habe: „Na, was liest du?“ Da kam dann: „Ich lese über den Antichrist.“ Und ich dann: „Was? Warum?“ [Gelächter] „Was willst du damit? Was ist das bloß?“ Aber erzähl mal, was damit auf sich hat.

M: Also, zunächst einmal hat mich die persönliche Geschichte von Wladimir Solowjew bewegt. Dieser war, wie gesagt, ein russischer Theologe und Philosoph, Russisch-Orthodox also, zumindest für den größten Teil seines Leben. Und die Orthodoxen haben ja ohnehin eine viel größere Verbindung, meinem Eindruck nach, zu diesem Mystischen und Tiefen. Das sieht man auch an den Kirchen, mit dem wundervollen Gold und alldem. Der Heilige Geist und die Mystik spielen da eine ganz große Rolle.

Und Solowjew ist, ähnlich wie wir vorher auch, lange Zeit davon ausgegangen, dass die menschliche Kultur sich automatisch immer weiter zum Guten hin entwickelt, hin zu mehr Menschlichkeit, mehr Zusammenarbeit und so weiter. Er selbst war beispielsweise auch Vegetarier, trat für Völkerverständigung ein und vieles mehr.

Irgendwann dann aber, gegen Ende seines Lebens, ist ihm klargeworden, dass das so einfach nicht funktioniert, dass nicht wie auf magische Weise die ganze Welt dann plötzlich in eine Art neue Zeit geht. Bevor das passiert, so hat er erkannt, muss es eine letztendliche Konfrontation mit dem Bösen geben. Es gibt also erst noch einmal eine Art von letzter universaler Auseinandersetzung mit dem Bösen – und wenn das dann geklärt ist, dann kann die Welt in eine neue Zeit gehen.

Und er hat verstanden, dass genau das ja eigentlich in der christlichen Tradition schon immer gesagt wurde: Dass eben bevor Christus zurückkehrt der Antichrist kommt.

L: M-hm.

M: Und dann hat er dieses Buch drüber geschrieben, als eine Art Fabel, die sozusagen auf politischer Ebene beschreibt, was dann alles vor sich geht, wenn der Antichrist an die Macht kommt, wie er agiert und so weiter. Und dass er dann aber letztendlich auch besiegt wird.

Ich wollte aber vorher nochmal kurz erklären, was damit überhaupt gemeint ist, „Antichrist“.

L: Ja, vor allem ist das ja jetzt ein riesiger Schritt, von „wir geben einfach nur spirituelle Seminare“ bis zum Antichrist. Was interessiert uns auf einmal der Antichrist?

M: Naja, aber auch für viele in der spirituellen Szene hat Christus ja eine gewisse Bedeutung – zum Glück. Jeder hat ja zum Beispiel schon mal was vom „Christus-Bewusstsein“ gehört. Vereinfacht könnte man sagen, dass Christus die Wahrheit ist, das Echte, das Wahrhaftige. Er steht für Liebe und für die Verbindung mit Gott.

L: Ja, und ich würde auch sagen, er steht für den Weg in das wahre Neue.

M: Genau. Er ist der Weg. Und der Antichrist ist eben ein Symbol für alles, was dem entgegensteht, was sich dagegen stemmt, was genau das eben nicht will.

L: Dann könnte man das ja auch nochmal ausformulieren: Er ist gegen die Wahrheit, gegen das Nachvornegehen in das echte Neue … Und er ist auch gegen das echte Erkennen, gegen das Unterscheidenkönnen.

M: Genau. Und aus diesem Grund steht der Antichrist auch für die Lüge. Er arbeitet mit Lüge, Täuschung, Verführung, Blendung … auch in gewisser Weise mit einer Art „schönem Schein“. Das ist die Dynamik.

Und dazu muss man noch sagen, dass Solowjew ja diese Geschichte geschrieben hat, und dass es auch oft so gesehen wurde, dass der Antichrist direkt als Person kommt, als eine Art Politiker, der dann so etwas wird wie ein Weltpräsident. Aber das muss meiner Ansicht nach nicht unbedingt so sein. Das muss sich nicht unbedingt als ein einzelner, individueller Mensch ausdrücken. Kann, muss aber nicht. Es ist erst mal nur wichtig, dass man die grundlegende Dynamik versteht.

L: Das fand ich auch immer sehr interessant, dass das dann so eine Mischung sein sollte aus jemandem der spirituell ist, „New-Age“-mäßg in gewissem Sinne, dieses oberflächlich Spirituelle, was sich toll anhört – und dann aber auch gesellschaftlich beliebt, berühmt, bekannt und politisch machtvoll. Dass das also alles in einer Person zusammenkommt.

M: Genau. Oder eben in einer allgemeinen Dynamik.

L: Und anhand dieser Geschichte kann man dann sehen und verstehen, was das für eine Dynamik sein könnte. Und ob man die gegenwärtig vielleicht sogar überall im Außen erkennen kann. In ganz vielen Politikern, in „New-Age-Leuten“ – überall.

M: Genau.

L: Aber ich wollte da nochmal einhaken, weil ich glaube, dass viele, die das hören, „Auseinandersetzung mit dem Bösen“, jetzt erst einmal stutzen. Denn gerade viele spirituelle Menschen sagen ja auch, es gibt nicht „das Böse“, oder das kann man so nicht sagen. Und allein das ist ja im Grunde schon ein Teil dieser Täuschung, wenn man so will.

M: Ja, aber auf einer gewissen Ebene stimmt das sogar. Jede Lüge hat immer einen Kern der Wahrheit, wie es so schön heißt.

L: Ja? Wie denn?

M: Naja, in der christlichen Tradition wird gesagt, dass das Böse immer nur die Abwesenheit des Guten ist. Es besitzt keine eigene Existenz in sich. Es hat sozusagen keine positive Existenz – denn es ist ja negativ. Aber es ist natürlich trotzdem sehr real, als eine Wirkkraft in der Welt. Es ist vielleicht so etwas wie ein Schwarzes Loch, könnte man sagen, ein ganz tiefes Loch, ein extrem starkes Vakuum. Und das hat ja auch eine sehr starke Wirkung in der Welt – alleine schon die, dass es versucht, alles in sich reinzusaugen. Das hat eine enorme Wirkmacht, auch wenn es selbst kein positiv existierendes Ding ist.

L: Ja, das ist interessant. Denn alles Positive ist ja immer etwas, was aus Gott heraus entsteht, was aus der schöpferischen Liebe von Gott mit bewirkt wird, wie etwa die Seele, oder auch gute Dinge in der Natur … da ist immer dieses Erlauben von Gott mit dabei, dieses Wollen von Gott und auch die Verbindung zu Gott, in jedem Stein, in jedem Blatt, in jedem Tier … Und es stimmt: Dieses Böse ist im Grunde eine Abwendung von Gott, ein Versuch, sich abzutrennen von den guten Wurzeln. Und dann entsteht da tatsächlich so etwas wie ein Schwarzes Loch, ein Abgrund, eine Abwesenheit von Liebe.

M: Genau. Aber es ist nicht nur das. Es gibt ja auch unzählige Wesenheiten, auch auf der nicht-materiellen Ebene, die genau in diese Dynamik mit hineingegangen sind. Und das sind tatsächlich echte Wesenheiten, die eigentlich von Gott erschaffen wurden. Es sind Engel, aber natürlich auch Menschen, die sich dieser Dynamik des Bösen verschrieben haben, weil sie glauben, dadurch Macht zu bekommen, oder Energie oder was auch immer. Und deshalb gibt es natürlich auch sehr reale Wesenheiten, die für das Böse direkt arbeiten – weil sie sich davon etwas erhoffen.

L: M-hm. Und man könnte das jetzt natürlich auch noch mal auf der persönlichen Ebene anschauen, dass auch wir Menschen im Alltag immer in diesem Spannungsfeld leben, zwischen: Was ist jetzt liebevoll, was ist im Einklang mit dem Leben und mit der göttlichen Liebe, und was geht in die andere Richtung, in die Gegenrichtung.

M: Ja. Es gibt das auf einer übergeordneten Ebene, aber natürlich auch auf der ganz persönlichen Ebene.

L: Wenn es eine liebevolle, heilsame Richtung gibt, dann gibt es auch die Gegenrichtung.

M: Und gerade auf der übergeordneten Ebene ist es momentan sehr wichtig, zu verstehen, was da eigentlich vor sich geht. Der Antichrist ist, wie gesagt, ein Symbol für all die Kräfte, die den Menschen daran hindern wollen, in das Neue zu gehen, das Gott für uns vorbereitet, die neue Schöpfung.

L: M-hm.

M: Und es ist auch so, dass diese Antichristdynamik zunächst einmal versucht, genau das alles quasi für sich zu beanspruchen, was bereits dabei ist, sich ins Neue hinein zu entwickeln. Also all die eigentlich scheinbar guten und vielversprechenden und schönen Sachen: Mitmenschlichkeit, Umweltschutz, Völkerverständigung usw. Deswegen fallen ja so viele Menschen dann auch erstmal so sehr darauf herein, auf den Antichrist. Es ist tatsächlich so, dass die Mehrheit der Menschen den Antichrist erst einmal nicht erkennt. Sie denken, das wäre etwas Gutes.

Denn der Antichrist verspricht ja auch alle diese Dinge: Ich bringe den Frieden, ich bringe eine neue Weltordnung, ich bringe Gleichberechtigung, ich bringe ein neues, schönes und goldenes Zeitalter. Er besetzt alle diese ganzen positiven Sachen und und versucht, sie für sich selbst zu nutzen. Also auch beispielsweise neue Unternehmen, die gegründet wurden, oder neue kreative Impulse, wo wir eigentlich gedacht haben, ah, das gehört jetzt zum Neuen – so wie, bei Google gibt es jetzt Meditationsräume für die Mitarbeiter, und Dinge dieser Art. Oder die Grünen und der Umweltschutz. Ja, sicher: Wer ist schon nicht für Umweltschutz? Wer ist nicht für Tierschutz?

L: Und dann lebt man auf dem Land, und das zehnte Windrad wird im Wald vor dem Haus gebaut, und untendrunter liegt alles voller toter Vögel.

M: Ja, und diese Entwicklung wird in dem Büchlein von Solowjew tatsächlich beschrieben. Nicht die Windräder natürlich, aber die zugrundeliegende Dynamik.

L: M-hm.

M: Der Antichrist bei Solowjew ist beispielsweise auch Vegetarier, er tritt für den Tierschutz ein, für globale Völkerverständigung und so weiter – für all diese ganzen „guten“ Sachen. Und er ist eine charismatische Figur, also nicht irgend so ein komischer, kleiner, wütender Gnom, den man gleich als böse erkennt. Genau das ist das Problem. Er entspricht eher so jemandem wie – und das sage ich jetzt ganz bewusst – wie damals Barack Obama. Ich sage jetzt nicht, dass der von Grund auf böse ist, aber das ist so eine typische Figur von jemandem, der damals diese ganze Hoffnung auf etwas Neues an sich gezogen hat, im Grunde mit leeren Versprechungen. Dieses ganze „Yes, we can“, und dann hat er sogar den Friedensnobelpreis bekommen, bevor er überhaupt irgendwas gemacht hat, einfach nur für diese Idee, für dieses Bild, dass er der erste „schwarze Präsident“ ist.

L: Ja, und wenn du heute einen schwarzen Amerikaner fragst, wie es ihm geht, seit Obama dran war, dann sagen viele, es geht ihnen schlechter. Die Beziehung zwischen den Hautfarben hat sich während seiner Amtszeit verschlechtert. Und wenn wir an den Friedensnobelpreis denken: Wie viele Kriege wurden in dieser Zeit begonnen!

M: Ja, und das mit den Drohnen – er war der erste, der diese ganzen Drohnenangriffe in großem Stil durchgeführt hat.

L: Und die Flüchtlingswelle haben wir ihm auch zu verdanken.

M: Ja, wegen diesen ganzen fragwürdigen Interventionen im Nahen Osten, bei denen die bisherigen Regierungen gestürzt wurden.

Und das ist eben auch das zweite Prinzip des Antichrist. Das erste ist dieser schöne Schein, dieses Blendwerk. Aber dahinter wird Chaos und Hass gesät, vor allem auch bei Dingen, die eigentlich schon längst geklärt waren. Wer war denn zum Beispiel in den 1990ern noch gegen Homosexuelle, oder gegen Farbige? Das war doch alles überhaupt kein Thema mehr. Und trotzdem wird gerade heute mehr denn je gesagt, ihr seid Rassisten, ihr seid alle Nazis und so weiter. Damit soll ein Keil getrieben werden zwischen die Menschen. Die Menschen sollen immer wieder gegeneinander aufgehetzt werden. Denn dann kann man sie leichter kontrollieren.

Genau das sind die Strategien des Bösen, auch von der nicht-materiellen Ebene her. Es versucht, die Menschen gegeneinander aufzuhetzen, in einen ständigen Alarmzustand zu versetzen. Jetzt kommen bald die bösen Nazis und so weiter, immer wieder dieses Aufstacheln. Ein weiteres Beispiel ist das mit dem „Klimaschutz“: Ja, es gab ein paar heiße Sommer, und natürlich ändert sich das Klima. Aber das hat es schon immer getan. Es gab ja mal Dinosaurier, da war die Erde insgesamt viel, viel wärmer als heute, ein richtiges Treibhaus. Im Vergleich dazu leben wir momentan geradezu in einer Art Eiszeit. Außerdem ist es kein Wunder, dass in der gegenwärtigen, hochtransformativen Situation hier auf der Erde auch das Klima ein wenig durcheinandergerät, bei alldem, was sich gerade hier zusammenbraut.

Und wenn dann Leute nicht mitmachen, bei der „allgemeinen Meinung“, dann werden sie ganz schnell ausgeschlossen – aus Unternehmen, aus Schulen, aus Behörden. Daran merkt man, wie viel Irrsinn dahintersteckt.

Und genau das ist die Taktik des Antichrist. Er arbeitet mit mentalen Blendungen, die nur deswegen so gut funktionieren, weil zuvor auf einer ganz tiefen Ebene die Überlebensangst der Menschen getriggert wurde – und immer wieder neu getriggert wird. Und diese Angst treibt den Menschen in sein „Echsengehirn“, in sein primitives Reptiliengehirn, wo es dann nur noch ums reine Überleben geht, dem Gefühl nach. Und sobald der Mensch dann in diesem Zustand ist, kann man von außen, beispielsweise über die Medien, Suggestionen reingeben, und dann rennen alle dem sofort nach.

Genau das haben wir ja auch während der Coronazeit gesehen, bei dieser fast schon Hetze gegen die „Ungeimpften“, die sogenannten. Dieser ganze Irrsinn: Das sind die Bösen. Das ist der der „Blindarm der Gesellschaft“, die Ungeimpften, die müssen ausgestoßen werden und das zu spüren bekommen. Da hat man das sehr deutlich gespürt, diesen ganzen Hass, diese ganze Dynamik.

L: Und vom Nervensystem her gesehen ergibt das alles ja auch Sinn, denn wenn Menschen in dieser Überlebenspanik sind, haben sie viel weniger Zugang zu dem höheren, übergeordneten Denken, zu diesem Panoramablick, wo wir vernünftig und aus unserem erwachsenen Selbst heraus die Welt wahrnehmen damit umgehen können. Wenn wir in Panik versetzt werden, in diesen Überlebensmodus, wie zum Beispiel während Corona, kriegen wir einen Tunnelblick. Und da sind dann tatsächlich nur noch diese ganz primitiven Bereiche von unserem Gehirn super aktiv. Alles, was du willst, ist nur noch überleben. Nur noch überleben. Und man hat dann ja auch gesehen, wie viel Grausamkeit in dieser Phase Menschen widerfahren ist.

M: Ja. Menschen durften nicht ihre älteren Angehörigen sehen, die im Altersheim alleine gestorben sind. Alles hat ausgesetzt. Und auch, dass Leute nicht in die Kirche gehen durften, dass die Kirchen geschlossen wurden. So etwas gab es noch nicht mal in den schlimmsten Zeiten der Pest, als die Menschen reihenweise gestorben sind. Niemand wäre da auf die Idee gekommen, die Kirchen zu schließen, weil allen klar war: Das was in solchen Zeiten am wichtigsten ist, ist die aktive Beziehung zu Gott.

L: Ja, damit man auch auf der tieferen Ebene wieder zur Ruhe kommen kann, sich besinnen kann, sich wieder ordnen. Da hat man dann auch gesehen, wie stark sich diese Antichrist-Kultur sogar in die Kirche reingearbeitet hat, in dem Sinne, dass selbst in der Kirche die meisten Leute vergessen haben, um was es eigentlich geht.

M: Die Antichrist-Dynamik hat sich auf der Organisationsebene sehr stark in die Kirchen reingearbeitet. Deswegen sind die meisten Kirchen gerade bei uns in Deutschland auch schon seit längerem vollkommen auf dem „Antichrist-Trip“.

Der Antichrist hasst allerdings die echte Kirche. Und was ist die echte Kirche? Das ist die Gemeinschaft von allen Menschen, die auf der tiefsten inneren Ebene, also auf der Seelenebene, spüren, mein Weg führt mich mit Gott, und nicht mit äußeren Dingen. Und der Antichrist versucht, genau das zu verhindern: dass die Menschen zusammenkommen, dass sie ihren Glauben leben können … darin besteht sein Angriff.

L: Und dass sie sich eben auch richtig orientieren können. Das ist jetzt wieder ein anderes Thema, aber ich kann mich noch gut erinnern, dass wir vor ein paar Jahren mal eine Phase hatten, in der wir uns über alle möglichen gesellschaftlichen Dinge Gedanken gemacht haben, und wo wir z.B. eine monatelange Auseinandersetzung hatten über das Thema Abtreibung – nicht, weil es uns direkt betroffen hätte, sondern es ging einfach nur um die Sache an sich. Wir haben dann diskutiert, und ich war am Anfang total überzeugt: Das ist alles vollkommen in Ordnung. Und ich weiß noch, dass ich ein Beispiel nach dem anderen gebracht habe: Was ist, wenn die Frau in Not ist, was ist, wenn es Missbrauch gab und so weiter.

Und das war ja dann auch wieder diese „Stimme der Welt“, die einem das einflüstert, was sich gut anhört für die Ohren, was einfach scheint, was „mitfühlend“ scheint. Aber wenn man dann wirklich mal hineinspürt, was es eigentlich bedeutet, einen Menschen auszulöschen, der schon fühlt, der schon lebt, der schon der eine Seele hat, der ein Leben vor sich hat … und den einfach auszulöschen, mit oftmals super grausamen Methoden, wo auch sehr viel Schmerz und Trauma damit verbunden ist, dann sieht das alles schon wieder ganz anders aus.

Und da haben wir auch wieder realisiert: Es geht gerade darum, wirklich herauszufinden … und ich bin bei mir selbst auch immer wieder auf diesen inneren Konflikt gestoßen: Was will ich, was wäre für mich einfach – und dann auf der anderen Seite plötzlich die Frage: Was ist die tiefere Wahrheit? Was ist die Wahrheit? Was ist wirklich? Ist es jetzt ein Mensch, oder ist es kein Mensch? Und ist es ein unschuldiges Wesen, dass ich nicht töten darf, oder ist es das nicht? Und fertig aus, und dann ist es eben so.

M: Und das ist die Essenz genau dieses Konflikts: Was ist die Wahrheit? Und das Gegenstück dazu ist dann tatsächlich diese vom Antichrist verursachte Verblendung. Und das sind oft wie Tausende von Stimmen, die alle sagen: Ach, hab dich nicht so. Wir sind doch jetzt moderne Menschen, aufgeklärte Menschen. Wir glauben doch gar nicht mehr an dieses ganze alte Zeug.

Und genau das ist diese Pervertierung der Idee des Neuen. Denn natürlich wird letztendlich alles in die neue Schöpfung gehen – aber es wird dorthingeführt von Gott. Da wird niemand einfach unter den Tisch fallen gelassen, der „nicht ins Programm passt“.

L: M-hm.

M: Und ich wollte nochmal was zu diesen ganzen Politikern sagen – nicht nur während der Coronazeit, sondern auch allgemein. Das wird ja oft so wahrgenommen, als ob die das alles ganz bewusst machen, ganz bewusst planen. Das ist vielleicht zum Teil so, aber zum großen Teil eben auch nicht. Die Politiker sind meiner Ansicht nach auch oft nur so etwas wie Handlanger, Spielbälle dieser übergeordneten Dynamik, die sich auf den höheren Ebenen jetzt gerade aufbauscht. Die wissen auch nicht Bescheid, sie denken, sie stehen auf der Seite des Guten. Und wenn man sie dann damit konfrontiert, was sie eigentlich gemacht haben, dann können sie das oft gar nicht verarbeiten. Sie sind oft so klein in ihrem Bewusstsein, dass sie das vollkommen „überlädt“.

Das sage ich jetzt natürlich nicht, um sie zu entschuldigen. Jeder muss sich letztendlich den Konsequenzen von dem stellen, was er angerichtet hat.

L: Ja, und ich muss auch gerade dran denken, dass ich letztes Jahr im September auf einmal eine sehr politische Phase gehabt habe, ausgelöst durch den Mord an Charlie Kirk. Das hat mich damals vollkommen unvorbereitet getroffen und auch sehr erschüttert und mitgenommen. Das war für mich auch nochmal so etwas wie ein Aufwachmoment, auf einer gesellschaftlichen Ebene.

Vorher hatte ich um das Thema Politik in gewissem Sinne einen Bogen gemacht, es war mir mehr oder weniger egal, weil ich dachte, naja, es geht ja jetzt eigentlich um die innere Entwicklung, und diese äußeren Themen sind auch nicht so wirklich meine Aufgabe. Aber da habe ich dann noch mal gemerkt: Das ist ja Wahnsinn, wie diese Antichrist-Dynamik in die ganze Politik eingezogen ist.

M: M-hm.

L: Und die Personen, die wirklich für etwas Neues stehen, die wieder Ordnung wollen und Klarheit und Struktur – das wird dann natürlich verteufelt.

M: Der Hass ist enorm, der dem dann entgegengebracht wird.

L: Genau. Und dass es dann tatsächlich auch „ver-teufelt“ wird, Das könnte man vielleicht noch mal hervorheben, dass es auch eine Taktik vom Antichrist ist, Christus zu verteufeln und ganz viele Zerrbilder zu entwickeln, auch von den Menschen, die Christus folgen. Also, dass man dann zum Beispiel das Gefühl vermittelt bekommt, Menschen, die sich für die Wahrheit einsetzen, für mehr Klarheit und Struktur, die sind grausam, die sind böse.

Und das war ja dann eigentlich auch das erste Mal gewesen, dass ich Videos gemacht habe, in denen ich über gesellschaftliche Dinge gesprochen habe, und über meinen Glauben. Und da habe ich dann schnell gemerkt, man kriegt wirklich eine ganze Ladung von Hass ab. Da habe ich den Antichrist dann auch sprechen hören: Was bist du für ein Wurm? Du bist jetzt mal schön still und ziehst dich wieder in dein Loch zurück.

Und da gab es dann für mich eine kurze Phase, wo ich überlegt habe: Muss ich jetzt kämpfen? Muss ich dagegen reden, dagegen sprechen, mich auch mehr politisch engagieren? Und ich glaube, es war schon ganz gut, dass ich damals meine Entwicklung auch ein bisschen auf YouTube geteilt habe, aber letztendlich bin ich dann zu dem Schluss gekommen, dass ich genau da, wo mir Gott meine Aufgabe gibt, am wirkungsvollsten bin.

M: Stimmt.

L: Und vielleicht knüpft das jetzt gut daran an, dass wir ja auch die Frage mit einbringen wollten: Was ist in dieser Zeit die richtige innere Haltung. In einer Welt, in der beide Kräfte präsent sind, wo beide Kräfte im Moment bis zum Platzen gespannt im Raum stehen. Sowohl die Dynamik von Christus als auch die Dynamik des Antichrist. Das ist ja, als ob wir zwischen zwei wahnsinnig starken Magnetplatten stehen. Die eine Richtung ist echt und führt weiter, die andere ist falsch und führt im Grunde nirgendwohin. Trotzdem sind wir ja diesen Kräften ausgesetzt, die an uns reißen, manchmal sogar bis zum Zer-reißen. Und es fällt so leicht, dann in Panik zu verfallen und in ein wildes Kämpfen reinzugeraten. Vielleicht kannst du uns ja nochmal einen Hinweis geben: Was ist in so einer Lage die richtige Haltung?

M: Ja, sicher. Also zunächst mal möchte ich dazu noch sagen, dass dass es natürlich auch Menschen gibt, deren Aufgabe es in der Tat ist, politisch aktiv zu sein. Nur, dass das nicht missverstanden wird. Beispielsweise Leute wie Charlie Kirk … aber auch bei uns in Deutschland gibt es ja einige YouTuber … das sind Menschen, die haben genau diese Aufgabe, und das ist auch sehr richtig so. Man spürt bei denen auch, dass sie oft sehr robust sind, auch direkt auf einer körperlichen Ebene. Sie kommen oft von einem gesunden, stabilen Familienhintergrund, sie wurden in gewissem Sinne auf genau diese Aufgabe bereits vorbereitet. Denn sonst würden sie das alles gar nicht aushalten, diese ganzen Angriffe, diesen ganzen Hass. Andere würden darunter vollkommen zusammenbrechen. Die könnten das gar nicht aushalten.

Deswegen glaube ich, dass jeder einfach genau die Aufgabe übernehmen muss, die er eben bekommen hat. Und das muss man dann jeweils in Erfahrung bringen, welche das ist. Wir sprechen ja in der Regel auch eher zu Leuten, die auf einem inneren Heilungsweg sind. Das ist natürlich wiederum eine ganz andere Art von Aufgabe. Nicht weniger wichtig. Das heißt natürlich nicht, dass man sich immer nur zurückhalten soll, aber man muss eben immer wieder ganz individuell schauen, was angebracht ist.

L: M-hm.

M: Und ich will das nochmal kurz zusammenfassen, damit man sich auch darüber im Klaren ist, was diese Dynamik des Antichrist ausmacht. Das ist einmal tatsächlich dieses „Schöne“, Blendende, aber eben auch dieses absolut Böse. Das ist wie ein wildes Konglomerat von Extremen. Und die richtige innere Haltung ist in einer solchen Situation tatsächlich erst einmal, innerlich zur Ruhe zu kommen. Ganz in der Ruhe zu sein, wie mit einer Art innerem Anker, in einem inneren Raum anzukommen, wo diese ganzen äußeren Dynamiken nicht mehr wirksam sind. Denn das ist unser tiefster, innerer Kern, der Punkt, wo wir mit Gott verbunden sind, wo alles immer zeitlos ist.

Und dann kann man dieses ganze irre Gebilde, was sich im Moment in tausendfacher Weise vor einem aufbaut, erst einmal nur wahrnehmen. Und es ist wirklich ein irres Gebilde. Das ist ein wildes Konglomerat aus Licht, Verführung, Hass, Gewalt …

L: Und es bildet jeden Tag wieder zehn neue Köpfe …

M: Ja, das ist dieses Tier, von dem auch in der Offenbarung die Rede ist. Das ist wie ein riesiges, wahnsinniges Tier, das gerade versucht, sich mit aller Gewalt zu verteidigen und seinem letztendlichen Untergang zu entgehen.

Dann das muss man nämlich auch hinzufügen: Es ist sowieso dem Untergang geweiht. Wir erleben jetzt im Grunde eine Art Übergangsphase, wo sich das alles noch einmal aufbäumt, weil es eigentlich auf der tiefsten Ebene schon spürt, es geht zu Ende, meine Zeit ist gekommen. Christus wird zurückkehren.

L: Es wurde ja schon besiegt.

M: Genau.

L: Es wurde bereits endgültig besiegt, durch das, was Christus gemacht hat. Und spielt es sich jetzt nur noch einmal auf der großen übergeordneten Ebene ab, dass es sozusagen da auch realisiert, dass sein Stündchen geschlagen hat.

M: Und es kämpft wie irrsinnig, mit allen Mitteln – auch mit moderner Technologie, Überwachung, Kriegen, Drohnen und so weiter … es versucht gerade, alle möglichen Ressourcen heranzuziehen und zu nutzen, die ihm noch verbleiben, alles, was dieses alte System noch aufzubieten hat. Aber letztendlich wird es dann einfach in sich zusammenbrechen. Weil es keine Energie aus sich selbst heraus erzeugen kann, weil es nicht von Gott erschaffen ist, nicht von Gott aktiv gewollt ist. Es ist einfach nur eine negative Dynamik.

Es wird zusammenbrechen, und dann wird tatsächlich auch etwas Neues kommen. Aber eben erst danach.

L: M-hm. Und du hast gerade von diesem tiefen inneren Raum gesprochen, dass man da immer wieder reingehen kann – da stimme ich dir voll und ganz zu. Es ist auch sehr hilfreich, körperorientiert zu werden, also bewusst wieder mehr in den eigenen physischen Körper einzutauchen. Denn der Körper, von seiner tiefsten, inneren Ausrichtung her, ist ja auch eine Schöpfung Gottes und trägt die „Handschrift Gottes“ in sich, diese einfache, klare Wahrnehmung. Und wenn man es schafft, da wieder ein wenig reinzukommen, wird es leichter, zu unterscheiden: Was ist für das Leben, was ist im Einklang mit dem Leben – und was ist nur dieses Falsche, Oberflächliche.

Ich glaube auch, dass viele Menschen, die mehr zu dieser Antichristkultur neigen, uns immer wieder in eine Ent-körperung treiben wollen, wo es dann beispielsweise heißt, man soll sich jetzt einfach einen Computerchip einpflanzen lassen und sich nur noch in Internet und Technologie verstricken. Dieses „zurück zum Einfachen“, zu den einfachen Dingen, ist bestimmt immer eine gute Sache.

M: Ja. Die Natur im eigenen Körper – aber natürlich auch die Natur im Außen, der Wald, die Bäume …

L: Genau.

M: Denn da ist ja auch die echte Ordnung spürbar, die liebevolle Ordnung der Schöpfung.

L: Genau. Immer wieder ausloggen aus den Nachrichten, aus der ganzen Technologie, aus diesem ganzen wirren, wilden Zeug, was im Moment unterwegs ist. Und einfach mal hören, was die Bäume sagen, was die Erde sagt, mal am Fluss sitzen und ein bisschen zur Ruhe kommen. Das kann man im Moment nicht oft genug machen.

M: So ist es.

L: Hast du auch das Gefühl, dass sich die Zeit im Moment deshalb vom Gefühl her immer mehr beschleunigt, weil wir auf einen gewissen Punkt zusteuern?

M: Ja. Das ist wie so eine Art Strudel, bei dem es in der Mitte immer enger und schneller wird. Oder wie wenn man eine Münze auf dem Tisch kreiseln lässt, dann bewegt sie sich ja erst relativ langsam, und dann oszilliert sie immer schneller und schneller, je näher sie dem Tisch kommt. Und dann ist eben irgendwann der Punkt erreicht. Und so ähnlich ist es jetzt auch.

L: Ja. Wollen wir nochmal über die richtige innere Haltung sprechen? Das tiefe, innere Wahrnehmen, das Körperorientierte … Was noch?

M: Nun, wenn man das alles schon einigermaßen praktiziert, dann kann man tatsächlich auch anfangen konstruktiv zu wirken. Dann kann man damit beginnen, aktiv das einzubringen, was man einbringen soll. Denn jeder hat seine eigene Aufgabe. Jeder baut mit, an dieser neuen Schöpfung. Das ist ja nichts, was einfach so vom Himmel fällt, sondern es ist eine Art gemeinsamer Schöpfung, von Gott und den Menschen. Wir sollen daran mitwirken.

L: M-hm.

M: Und jeder hat darin seine eigene Aufgabe. Das ist ein sehr wichtiger Aspekt, dass das Neue aufgebaut und stabilisiert wird, wenn jeder damit beginnt, seine eigenen Fähigkeiten konstruktiv einzubringen, aus dieser Ruhe, aus der dieser inneren Zentriertheit heraus. Und es schenkt einem selbst dann auch ganz persönlich mehr Kraft und Verankerung im Neuen, denn je mehr man schöpferisch tätig ist, desto weniger anfällig ist man für diese ganzen Einflüsterungen und „Störsender“ aus all diesen absurden Kanälen.

L: Ja. Was ich mir heute Morgen notiert habe, im Zusammenhang mit einer guten inneren Haltung, war: Das Böse klar erkennen und das Gute tun. Denn es ist schon wichtig, diese ganzen Stimmen zu erkennen, die mich abhalten wollen, die mich kleinmachen wollen, die mich verwirren wollen. Und die mir wer weiß was erzählen, um mich in Panik zu versetzen und um mich dazu zu bringen, mich irgendwo reinzusteigern.

Aber dann auch immer wieder wahrnehmen: Wo ist dieser tiefe, stille Punkt, von dem aus Gott mir meinen Weg und meine Aufgaben zeigt, mir zeigt, wie ich mitbauen oder hineinbauen kann in dieses Neue, was sich jetzt vorbereitet? Jetzt also schon mit darauf hinarbeiten. Und während man daran arbeitet, wird man auch innerlich ruhig und fühlt sich im Frieden. Man spürt dann schon dieses Neue und man lebt auch im Neuen – teilweise, denn dann kommt auch immer wieder mal so ein Schwall …

M: Wir leben nach wie vor im Krieg, wie auf dem Kampfplatz. Aber wir können trotzdem immer wieder dahin zurückkehren, uns auf diesen inneren Punkt der Stabilität einzulassen.

L: Genau.

M: Und jeder einzelne Mensch, der seinen Platz einnimmt, der beginnt, seine Fähigkeiten einzubringen, wird wie eine Säule. Wie eine leuchtende, stabile Säule. Und wenn sich nun überall auf der Erde diese Säulen bilden, auch durch Menschen, die sich miteinander verbinden, die in Gruppen zusammenarbeiten, dann bildet sich so etwas wie ein neues, erst einmal unsichtbares Netzwerk. Und das ist stabil, es arbeitet für das Leben, für das dem Leben zugewandte Prinzip. Für das schöpferische Prinzip, für das Prinzip, das tief in der Wahrheit verankert ist.

Und je mehr sich das dann aufbaut und stabilisiert, desto mehr führt das dazu, dass wenn das alte System schließlich zusammenbricht – was meiner Einschätzung nach noch ein paar Jahre dauern kann, aber auch nicht mehr allzulange – dass es dann nicht einfach nur alles mit sich hinunter in den Abgrund reißt, auch auf der äußeren Ebene, wie es vielleicht sonst der Fall wäre. Dass es dann zum Beispiel keinen wahnsinnigen Wirtschaftszusammenbruch geben, muss, wo alle plötzlich nichts mehr zu essen haben, wo die ganze Infrastruktur zusammenbricht und überall Krieg oder Bürgerkrieg herrscht und das ganze Theater. Sondern dass es tatsächlich in erster Linie auf der inneren Ebene zusammenbricht, innerlich „herausbröselt“.

Und alles, was vielleicht noch an Gutem vorhanden war, auch in all diesen Strukturen und Unternehmen, die zeitweise vom Bösen übernommen waren, könnte sich dann auch wieder regenerieren. Selbst solche umstrittenen Dinge wie – was weiß ich – die Weltgesundheitsorganisation … Warum sollte es keine „Welt-Gesundheitsorganisation“ geben, wenn sie anständig ausgerichtet ist, wenn sie beispielsweise einfach nur sagt, Leute, ernährt euch gut, geht in die Natur, bewegt euch an der frischen Luft … [Lachen] Hätte ich nichts dagegen.

L: M-hm.

M: Wenn aus all diesen Dingen, die momentan so extrem für dieses Dunkle und Falsche stehen, das Böse quasi ausgetrieben wird, dann kann sich vieles auch wieder regenerieren. Es muss nicht erst alles komplett kaputtgehen. Wir müssen nicht unbedingt wieder wie in der Steinzeit anfangen, oder wie Nomaden, die irgendwo in Zelten leben. Es kann sich alles auch relativ einfach gestalten.

L: Im Moment gibt es ja viele fragmentierte Sichtweisen auf die Zukunft. Da stehen wir immer wieder vor der Frage: Worauf läuft jetzt alles hinaus? Fest steht jedenfalls: Wenn wir diese innere Haltung einnehmen, dann kommen wir durch die momentane Zeit besser hindurch. Aber worauf läuft es dann hinaus? Wir haben ja schon seit längeren immer wieder wahrgenommen, dass das alles zwar ein langfristiger und stetiger Prozess ist, dass aber irgendwann auch so etwas wie ein „Kippunkt“ kommen wird. Und selbst Jesus spricht ja vom „Herrn dieser Welt“. Und das ist nicht Jesus – das ist das Böse, der Antichrist.

M: Jesus ist der König. Aber der „Herr“ dieser Welt ist der Antichrist, genau.

L: Ja. Und es wird irgendwann ein Punkt kommen, an dem diese Tatsache sich offenbart, dass Jesus der Weg ist, und dass er in dieser Königsposition ist.

M: Und der König ist genauer gesagt der gute König. Der König, dem das Wohlergehen von allen, für die er zuständig ist, am Herzen liegt, und der alles für sie tut.

L: Genau. Und er steht auch dafür, dass dann alles geordnet ist, schöpferisch, ausdrucksvoll und liebevoll und im Miteinander. Und wenn er zurückkehrt, verliert der „Herr der Welt“, der alte Herrscher der Welt, komplett die Macht. Und du hast ja auch oft in der Offenbarung gelesen, oder wir beide haben das getan – da gibt es ja diese wirklich wilden Beschreibungen, wie so ein Tier dann die Menschen, die Gott folgen wollen, bekämpft und beispielsweise sagt, ihr werdet aus der Gesellschaft ausgeschlossen. Ihr dürft nichts mehr „kaufen und verkaufen“. Ihr habt nicht das Zeichen des Bösen empfangen …

M: Ja, in der Coronazeit hat man bereits einen recht deutlichen Hinweis darauf erkennen können.

L: Und es wird ein Punkt kommen, an dem das alles dann komplett in sich zusammengefallen ist. Und weil wir gerade in einer so extrem angespannten Phase leben, beschleunigt sich die Zeit immer mehr. Unsere eigenen inneren Prozesse werden immer intensiver ­– und auch die Gefahr, sich irgendwie zu vertun und irgendetwas Falsches wahrzunehmen, ist im Moment relativ groß. Dass man beispielsweise das Gefühl hat, die Welt ist verloren, alles ist vorbei, es hat alles keinen Sinn mehr. Es ist glaube ich im Moment sehr einfach, negativ und hoffnungslos zu sein, weil das alles so sehr an die Grundängste rührt. Also Dinge wie: Die Wirtschaft wird zusammenbrechen, alles ist im Chaos, alles geht kaputt. Und wir hören eine Nachricht nach der anderen: Ja, unser Sozialsystem liegt in den letzten Zügen. In den Städten gibt es Gewalt und Chaos, alles läuft durcheinander. Und als einzelner Mensch hat man dann oft nur noch das Gefühl, alles läuft schief, und ich ich kann jetzt nur noch verzweifeln und aufgeben.

Und da ist es eben immer wieder wichtig, dass man klar sieht: Das ist das Sterben des alten Systems, dieser alten Dynamik. Und in der Tat, wenn man da zu lange hinschaut, dann wird’s einem echt elend. Man muss auch immer wieder entweder das Neue aktiv selber tun oder dorthin schauen, wo man es sehen kann – oder zumindest oft genug in die Natur gehen. Denn da spürt man: Große Teile der Natur, die Pflanzen, die Bäume – die gehen auch mit in diese neue Schöpfung, und sie spüren das und atmen das und strahlen das aus. Und da kann man sich dann sozusagen anlehnen und auch wieder in diese tiefe Ruhe finden.

Und letztendlich ist sowieso klar, wie das alles ausgeht, und dass wir einen Platz im Neuen haben. Egal, wie das jetzt im einzelnen aussieht, ob ich das noch zu meinen Lebzeiten erlebe oder dann erst als Seele, das ist gar nicht so wichtig. Ich habe einen Platz im Neuen, und es kommt sowieso.

M: Ja. Und nochmal zur Natur: Einerseits ist in der Natur auf jeden Fall diese ordnende Kraft zu spüren, das stimmt. Aber auch die Natur sehnt sich nach diesem Punkt, an dem dann endlich alles wieder vollständig in Ordnung kommt, denn sie leidet ja auch unter diesem generellen Zustand der Welt, und momentan sogar noch mehr, unter der ständig steigenden Spannung.

Da muss ich an eine meiner Lieblingsstellen aus dem Neuen Testament denken, aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer. Ich zitiere sie hier mal:


„Ich bin nämlich überzeugt, dass die Leiden der gegenwärtigen Zeit
nichts bedeuten im Vergleich zu der Herrlichkeit,
die an uns offenbar werden soll.
Denn die gesamte Schöpfung wartet sehnsüchtig
auf das Offenbarwerden der Kinder Gottes.
Gewiss, die Schöpfung ist der Vergänglichkeit und dem Leiden unterworfen,

nicht aus eigenem Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat –
aber auf Hoffnung hin:
Denn auch sie, die Schöpfung, soll
von der Knechtschaft der Vergänglichkeit befreit werden,
hin zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes.
Denn wir wissen, dass die gesamte Schöpfung bis zum heutigen Tag
seufzt und in Geburtswehen liegt.“

Römer 8, 18 – 22

M: Die „Kinder Gottes“ – das sind die Menschen, die ins Neue gehen.

L: Genau. Haben wir noch was vergessen? Ich glaube, wir haben uns jetzt einmal durchs ganze Gemüsebeet durchgearbeitet und heute mal ein bisschen mit euch geteilt, was nach unserer Wahrnehmung in der Welt gerade so los ist. Und warum nicht nur die Hinwendung zum Wahren, Echten und Schönen in unserem Leben eine Rolle spielt, sondern eben auch diese Bombardierung durch all das Böse und Düstere, was sich verstellt und Spiegelwelten um uns herum aufbaut.

Wir wünschen euch von ganzem Herzen diese tiefe innere Ruhe, die uns erlaubt zu unterscheiden, was echt ist, was ruhig ist, was tief ist. Was ist wahrhaftig, was spüre ich in meinem tiefsten Inneren – und was klingt anfänglich vielleicht gut, aber dahinter steckt in Wirklichkeit etwas ganz anderes.

Und damit: Danke fürs Dabeisein, danke fürs Zuhören. Alles Liebe für euch und bis bald.

M: Bis bald.

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