Band 2 ist veröffentlicht: „Die Verborgenen Tempel“ — ein unerwarteter Katastrophenbericht — Ausblick

Ganz im Gegensatz zum ersten Band der Zwischenzeit-Trilogie, dessen Entstehung von den allerersten Entwürfen (die heute auf mich einen recht amüsanten Eindruck machen, obwohl es hier und da auch spannend ist, zu sehen, welche Elemente letztendlich Bestand hatten und welche nicht) gut zehn Jahre in Anspruch genommen hat, habe ich den zweiten Band im Grunde genommen in nur einem Jahr verfasst: dem vergangenen nämlich, von Januar bis Dezember 2025.

Gut ­– die ersten drei ­oder vier Kapitel waren bereits im Vorjahr fertig gewesen, zumindest der erste Entwurf. Aber der Hauptteil entstand dann erst, an zumeist vier Vormittagen pro Woche mit jeweils ca. 3 Stunden Schreibzeit. Wenn ich mich mal „stuck“ gefühlt habe, hat mir das großartige Album der legendären King Crimson „Radical Action (To Unseat The Hold Of Monkey Mind)“ – eine Sammlung von Live-Aufnahmen – immer wieder zuverlässig dabei geholfen, den Zugang zur kreativen Ebene wiederzufinden. (Manchmal sogar so zuverlässig, dass ich dann erstmal eine halbe Stunde lang einfach nur Musik gehört habe, mit Blick auf die sonnig-verschneite Februar-Landschaft in unserem Garten.)

In diesem Sinne wünsche ich also allen, die sich erneut mit Malte und Laura auf den Weg machen wollen, viel Freude mit Band 2 – es gibt ihn hier auf amazon.de oder hier direkt bei tredition.


Im November war ich dann endlich auch mit den letzten Überarbeitungen fertig und das Buch war bereit fürs Setzen – was ich auch dieses Mal wieder mit dem sehr zu empfehlenden Programm SPBuchsatz (basierend auf TeX) durchgeführt habe, welches mir schon beim ersten Band so gute Dienste geleistet hatte (und was nun, nachdem ich meinen Laptop auf Linux umgestellt habe, nochmal viel flüssiger läuft). Darauf gekommen bin ich durch die Autorin Marie Gräff, die mir auch den Tipp für die Grafikerin gegeben hat (danke nochmal dafür!), die sowohl das Cover für Band 1 als auch für Band 2 so großartig gestaltet hat.


Da ich gerade die Cover-Designerin erwähnt habe: Als ich gegen Ende der Revisionen bemerkt hatte, dass das Buch doch etwas dicker geworden war, als ursprünglich geplant, kontaktierte ich die Grafikerin (wohnhaft in Italien) mit der kurzen Bitte, die Breite des Buchrückens noch einmal entsprechend anzupassen. „Ich hoffe, es geht dir gut“, lautete die einleitende Begrüßung meiner Nachricht.

„Nun …“, kam die Antwort – und dann folgte ein abrissartiger Bericht, welcher den Verlust des PCs im Zusammenhang mit der Überflutung des Hauses durch Hochwasser, das gerade noch rechtzeitige Entkommen durch ein offenes Fenster (schwimmenderweise) und das tragische Zurücklassenmüssen geliebter Haustiere zum Inhalt hatte. Ein paar Tage nach der Katastrophe dann das Auffinden des Laptops im Schlamm und die zum Glück erfolgreiche Wiederherstellung von einer der Festplatten – auf welcher zufällig auch mein Buchcover zu finden war. Nur deshalb war die tapfere Designerin zum Zeitpunkt meiner Anfrage überhaupt in der Lage, die gewünschte Änderung vorzunehmen und mir danach die angepasste Bilddatei zuzusenden.

Das war die „wildeste“ Antwort, die ich auf eine Bemerkung im Sinne eines „Wie geht es dir?“ bisher erhalten habe.


Nun bereite ich mich allmählich darauf vor, die Arbeit an Band 3 in Angriff zu nehmen. Ein umfangreiches Textdokument existiert bereits, mit der grundlegenden „Outline“ und zahlreichen Notizen, die in den vergangenen Jahren zusammengekommen sind. Ich habe mir vorgenommen, die Arbeit am letzten Band etwas geruhsamer angehen zu lassen; schließlich sollen alle wichtigen offenen Fragen geklärt werden, alles soll gut zum Abschluss kommen. Als Zeitpunkt der Veröffentlichung habe ich den Spätsommer 2028 im Blick.

Die erste Hälfte des neuen Jahres werde ich mit etwas Recherchearbeit zubringen – es geht im neuen Buch unter anderem um den zentralen Rechner („OKUL-6“) in der Hauptstadt, von dem aus die üble „Therion-Frequenz“ über die Menschheit gebracht wurde. Eine wichtige Rolle spielt dabei eine kleine Gruppe von rebellischen Untergrund-Computerfreaks, und um da ein bisschen ins richtige Fahrwasser zu kommen, lese ich gerade Bücher über die ersten Hacker, die Entstehung des Internet u.a. (Das ist ein schöner Nebeneffekt der Tätigkeit als Autor, dass man sich guten Gewissens mit vollkommen unnötigem Wissen vollstopfen kann, einfach nur, weil es spannend ist und Spaß macht.)


Ach ja, und ich wünsche allen natürlich viel Freude mit dieser neuen Webseite, die ich vergangene Woche erstellt habe. Es zahlt sich doch immer wieder aus, dass ich vor zwanzig Jahren, nach meiner Rückkehr aus den USA, eine 6-monatige „IT-Weiterbildung für Studienabbrecher“ absolviert habe, welche zum erklärten Ziel hatte, jene gestrauchelten Existenzen in den „Arbeitsmarkt“ einzugliedern (was bei mir, wie bei den meisten anderen Teilnehmern, auch funktioniert hat; allerdings habe ich es dort nicht lange ausgehalten – oder vielmehr dieser mich nicht – nur zwei Jahre). Diese Weiterbildung war so etwas wie ein Crashkurs in allem Möglichen (unter anderem Netzwerkaufbau, Programmiersprachen und auch Webgestaltung), und ich profitiere heute noch davon.