An dieser Stelle mal wieder ein paar gemischte Neuigkeiten: Kurzentschlossen habe ich die beiden schon fertiggestellten Bände des Zwischenzeit-Zyklus nun auch als Kindle-E-Book veröffentlicht. Da ich in meinem Leben noch kein E-Book gelesen habe, musste ich mich erstmal ein wenig in die Materie einarbeiten: Wie formatiert man den Text dafür am besten? Kann ich die Schriftart selbst bestimmen, oder entscheidet das der Leser auf seinem Gerät (das Letztere ist offenbar der Fall)? Welches sind die möglichen Vertriebskanäle?
Die Hauptplattform für Fantasy im E-Book-Format ist Amazon, deshalb habe ich mich erstmal für „Amazon-Kindle-Direct-Publishing“ entschieden. Außerdem gibt es dort „KDP-Select“, eine Art Abo für Viel-Leser, die dann die Bücher umsonst lesen können (quasi über eine „Flatrate“), wobei ich als Autor dann pro gelesener Seite vergütet werde. Mal sehen, wie das läuft.
Ich habe erst überlegt, ob ich die E-Books überhaupt über Amazon anbieten will, da das Unternehmen ja gelegentlich kritisiert wird, aus unterschiedlichen Gründen. Tatsache ist jedenfalls, dass ich seit bestimmt mehr als zehn Jahren in keiner Buchhandlung mehr war. Meine Bezugsquellen, was Bücher betrifft, sind fast ausschließlich onlinebasiert. Die nächste Stadt (Fulda) ist ca. 30 Min. von uns entfernt, und wir kommen wirklich nur recht selten da hin – wenn wir mal jemanden vom Bahnhof abholen oder so. Was wir allgemein für den täglichen Bedarf brauchen, kaufen wir im Supermarkt im Nachbarort (in dem es auch Bio-Produkte gibt) oder bestellen es en gros online.
Und was die Kritik an der „Monopolstellung“ von Amazon betrifft: Soll man „gegen etwas“ sein, nur weil es erfolgreich ist? Jeff Bezos hat Amazon 1994 gegründet, als die allermeisten Menschen auf der Erde das Wort „Internet“ noch nie gehört haben. Es gab damals gerade mal seit kurzem „grafische Browser“, und Windows 95 war noch nicht geboren. Der Amazon-Gründer war also ein echter Visionär. Er hat die „Zeichen der Zeit“ erkannt und ist ein unternehmerisches Risiko eingegangen. Der Rest ist Geschichte.
Ich denke nicht, dass man durch erzwungene „Rückwärts-gewandtheit“ etwas Grundlegendes verändern kann. Wenn der gegenwärtige Status Quo irgendwann abgelöst wird, dann wird es wohl, wie es immer der Fall ist, durch etwas ganz anderes geschehen, durch etwas völlig Neues, das wir uns jetzt vielleicht noch gar nicht vorstellen können.

Seit ich auf Linux umgestiegen bin, läuft alles viel runder. So kam es dazu: Microsoft hatte (während des versuchten Update-Vorgangs) verlangt, dass wir für Installation von Windows 11 komplett neue Rechner kaufen, weil unsere noch nicht den tollen „Sicherheits-Chip“ haben (von Kritikern auch als „Überwachungs-Chip“ bezeichnet, da er das System scannt und Daten an Microsoft weiterleitet). Das war mir dann wirklich zu blöd. Ich war schon lange genervt von Windows – auch deshalb, weil das neue Microsoft-Office einen ständig mit der „Microsoft-Cloud“ verbinden wollte und ein normales Abspeichern von Dokumenten immer umständlicher wurde. Die freche Aufforderung schließlich, unsere vollkommen einwandfreien und leistungsstarken PCs auf den Schrott zu werfen und uns neue zu besorgen, nur um diesen „Überwachungs-Chip“ zu bekommen, war dann der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat.
Und so habe ich mich dann spontan entschieden, unsere Rechner auf GNU/Linux umzustellen. Aus einer IT-Weiterbildung, die ich vor über zwanzig Jahren mal gemacht habe, wusste ich bereits ungefähr, wie Linux funktioniert und wie es installiert wird (was wirklich nicht schwer ist). Auch damals schon hatte das kostenlose „Open-Source“-Betriebssystem einen positiven Eindruck auf mich gemacht. Die Entscheidung für die passende „Distribution“ (denn es gibt viele leicht unterschiedliche „Varianten“ von Linux) fiel nicht allzuschwer. „Debian“ machte einen guten und stabilen Eindruck, außerdem gefiel mir die übersichtliche und funktionale GNOME-Desktop-Oberfläche. Für Lea habe ich das etwas anfängerfreundlichere „Ubuntu“ gewählt (welches ebenfalls auf Debian basiert).
Das Arbeiten macht nun jedenfalls wieder richtig Freude. Mein Buchsatzprogramm läuft unter Linux viel flüssiger und schneller als unter Windows. Mit dem freien Programmpaket LibreOffice (für Textverarbeitung, Tabellen usw.) komme ich hervorragend zurecht. Mithilfe von Grok konnte ich sogar ein paar super Makros erstellen, die es mir erleichtert haben, meine Bücher für die Veröffentlichung als E-Book vorzubereiten (s.o.).
Ein neues Gewächshaus muss her. Da wir hier im Vogelsberg in einer wettermäßig recht rauen Gegend leben, ist ein gutes Gewächshaus sehr notwendig. Die beiden kleineren, die schon seit vielen Jahren in unserem Gemüsegarten stehen, haben uns immer gute Dienste geleistet. Inspiriert durch einen Gartenkanal auf YouTube möchte ich nun für das geplante neue die Dimensionen etwas erweitern – auf 6 mal 2 Meter! Das Fundament, auf dem es dann aufgestellt wird, ist bereits gelegt.
Es wird ein richtiges kleines Häuschen sein, für die Anzucht unserer Setzlinge, Tomaten, Paprika, Gurken und vieles mehr. Und vielleicht bleibt dann ja auch noch eine Ecke frei für ein kleines Wunschprojekt von mir: Den Anbau von eigenem Tabak. 😉 Ein Pfeifchen mit selbst angebautem Tabak an einem schönen Sommertag im Garten, das könnte mir gefallen …
![[Storchennest]](https://caminyo.org/wp-content/uploads/2026/04/blog_storch_2026-04-768x1024.jpg)
Vor einigen Jahren wurde auf der feuchten Wiese neben unserem Haus ein Storchennest aufgestellt, auf einem langen Metallpfahl. Dieses Jahr nistet zu ersten Mal ein Storchenpärchen darin. Gerade neulich, beim Spaziergang mit unserem Hund, habe ich einen der beiden gesehen, wie er mit einer frisch gefangenen Maus im langen Schnabel in nächster Nähe an mir vorübergeflogen ist, mit ruhigen Schlägen seiner großen Schwingen. Ein wundervoller Anblick.
Es könnte passender nicht sein, mit dem Storch als Symbol für neues Leben: Jemand, den wir gut kennen, ist schwanger und erwartet im September ein Kind, darüberhinaus durften Lea und ich zu Ostern Taufpaten einer lieben Freundin werden, die bei uns im Nachbardorf von unserem Pfarrer in die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche aufgenommen wurde. Außerdem brüten auch unsere Hühner dieses Jahr zu ersten Mal (was für uns eine aufregende, da neue Angelegenheit ist).
Ein paar schöne Zeichen, in unserer in vielerlei Hinsicht gegenwärtig leider so tristen, irren und elenden Welt.
![[Annegret]](https://caminyo.org/wp-content/uploads/2026/04/Foto-26.04.26-11-35-33-1024x1024.jpg)
Nachtrag: Die Küken sind nun da! 🙂
